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Morgen, Kinder... ist das 33. Kapitel des Känguru-Manifests.

Inhalt[]

In diesem Kapitel sind Marc-Uwe und das Känguru auf dem Weihnachtsmarkt. Das Känguru kritisiert die Inhalte verschiedenster Weihnachtslieder. Marc-Uwe erzählt, sein Vater habe früher zu Weihnachten immer "Kling Glöckchen" gesungen. Und das Känguru erwidert, seine Mutter habe ihm immer von Erich Kästner "Morgen, Kinder, wird's nichts geben" vorgesungen.

"Morgen, Kinder, wird's nichts geben" ist in der Tat ein Gedicht von Erich Kästner, welches unter dem Titel Weihnachtslied, chemisch gereinigt erstmals 1927 in der Weihnachtsausgabe der Zeitschrift Das Tage-Buch erschien.


Hintergründe[]

• Auf Marc-Uwes Frage hin, was es denn esse, antwortet das Känguru mit "Der Magen einer Sau, die Gedanken einer Frau und der Inhalt einer Worscht bleiben ewig unerforscht." Hierbei handelt es sich um ein deutsches Sprichwort, dass das Känguru "irgendwo aufgeschnappt" hat.

• Marc-Uwes Vater sang der Familie das Lied Kling Glöckchen vor, weil er Kling zum Nachnamen heißt.

Morgen Kinder wird's nichts geben[]

Erich Kästner

Morgen, Kinder, wird's nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mutter schenkte euch das Leben.
Das genügt, wenn man's bedenkt.
Einmal kommt auch Eure Zeit.
Morgen ist's noch nicht so weit.

Doch ihr dürft nicht traurig werden,
Reiche haben Armut gern.
Gänsebraten macht Beschwerden,
Puppen sind nicht mehr modern.
Morgen kommt der Weihnachtsmann.
Allerdings nur nebenan.

Lauft ein bisschen durch die Straßen!
Dort gibt's Weihnachtsfest genug.
Christentum, vom Turm geblasen,
macht die kleinsten Kinder klug.
Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
Ohne Christbaum geht es auch.

Tannengrün mit Osrambirnen -
lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
Reißt die Bretter von den Stirnen,
denn im Ofen fehlt's an Holz!
Stille Nacht und heilge Nacht -
Weint, wenn's geht, nicht! Sondern lacht!

Morgen, Kinder, wird's nichts geben!
Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
Morgen, Kinder, lernt fürs Leben!
Gott ist nicht allein dran schuld.
Gottes Güte reicht so weit . . . 
Ach, du liebe Weihnachtszeit!

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